1903 - 1929
Waisenhaus

1901 - 1903
Neubau des Städtischen Waisenhauses,
finanziert durch Spenden

Das neue Waisenhaus wurde am 11.Mai 1903 bezogen und mit 49 Kindern belegt. Das Heim war vorübergehender Aufenthaltsort eines Kindes, bis darüber entschieden wurde, ob das Kind in Familienpflege in der Stadt, oder in eine sogenannte Waisenkolonie auf dem Lande gegeben werden sollte.



1929 - 1932
Lehrlingsheim
Nach dem Umbau, der im Frühling 1929 beendet war, wurde Platz für 75 Lehrlinge. Verschiedene Umstände machten dies erforderlich. Das Heim sollte jungen Menschen, die im Berufsleben standen und entweder keine Eltern mehr oder aus irgendwelchen Gründen von diesen entfernt wurden oder mitunter selbst der besonderen Betreuung bedurften, die Familien ersetzen.

1943 - 1957
Teilzerstörung durch einen
Luftangriff
Am 4.12.43 wurde der Nordgiebel des Hauses durch Bomben zerstört. Das Dach wurde dadurch beschädigt und auch im Inneren muß es entsprechende Schäden gegeben haben. Die Bewohner der Ungebung nutzten die Ruine vorwiegend zur Feuerholzgewinnung. In den damaligen Notzeiten wurde einfach alles abge-
rissen und verheizt , Dielung, Paneele... Für Kinder war das Gelände ein Abenteuerspielplatz.
 
 
 1982 - 1983
Rekonstruktion durch die SED-Stadtleitung
Die Rekonstruktion des Hauses begann Ende 1982 und war etwa im Oktober 1983 beendet. Dabei war die SED sehr um die Geheimhaltung ihrer Akten bemüht. Neben höheren Mauern wurden mehrere Wandtresore eingebaut.
 
 
1983 - 1989
SED Stadtleitung

Seit 1983 bezog die SED-Stadtleitung das Haus. Beim Einzug der Neuen Bürgerbewegung standen Stahlschränke in fast jedem Raum. Die ursprünglich vorgesehene Hofbegrünung kann so wie geplant nicht stattgefunden haben. Auf dem Hof habe man einen Wäscheplatz errichtet, mit mehr Beton und Pflaster als Grün.


Die ausführliche Geschichte des Hauses haben wir für Sie in einem Buch niedergeschrieben. Zahlreiche Fotos, Zeitungsausschnitte und Augenzeugen-
berichte zieren dieses Dokument.

Nach langen
Verhandlungen wurde der Bau eines neuen
Waisenhauses auf 5400qm großen Areal beschlossen. Begonnen wurde Ende April 1901, nach Fertigstellung der Inneneinrichtung sollte das Haus um Ostern 1903 bezogen werden. 682 qm bebaute Fläche bot Raum zur Unterbringung von 130 Kindern sowie für das nötige Aufsichts- und Pflegepersonal.
 
 
1932 - 1943
Städtisches Kinderheim
In dieser Zeit wurden Kinder von politisch Inhaftierten, oder ausländischen Mitbürgern aufgenommen und zu "besseren Staatsbürgern" erzogen. 1939 wurde das Grundstück der Wehrmacht zur Verfügung gestellt, um ein Teillazarett für verwundete oder erkrankte Wehrmachtsangehörige zu errichten.
 


1957 - 1958
Wiederaufbau als Bürohaus

VEB Konstruktions- und Ingenieurbüro Chemie (KIB) war bemüht das Haus zu erneuern, um bessere Arbeitsplätze für seine Mitarbeiter zu schaffen. Neben hauptsächlich Maurer- und Putzarbeiten im Hauptgebäude, wurde der
Nordflügel neu aufgebaut. Die Nutzung des Gebäu-
des gemäß dem Raum-
programm erfolgte für Bürozwecke.

seit 1990
Haus der Demokratie
Unzählige Vereine, von den Aktiven Senioren bis zur Zukunftswerkstatt, sind im Haus ansässig. Die inhaltliche Aufgabe des Hauses war am Anfang und am Ende des 20. Jahrhunderts sozial ausgerichtet, wenngleich die Zielgruppen sich deutlich unterschieden.


 
Ein Überblick über die Geschehnisse und Geschichten, die sich um unser Haus ranken, wir vermitteln mit Augenzwinkern ein Stück Stadt- und Politikgeschichte. Ausgestattet mit vielen Fotos, Grafiken, Zeitungsausschnitten, Schriftstücken und Augenzeugenberichten, bemüht sich dieses Buch um die authentische Wiedergabe der Geschichte des Hauses.
 

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Rolf Schumann, Geschäftsleitung
(Zimmer: 205)
 
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(142 S., Abb. schwarz/weiß, 29cm x 20,5 cm)
 

 


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